Schweizerischer Verein des
Gas- und Wasserfaches
typische Berufe
Brunnenmeister/in

Brunnenmeister sorgen für einwandfreies Trinkwasser und den reibungslosen Betrieb und Unterhalt von Pumpwerken, Reservoiren und Leitungsnetzen. Sie überwachen Bauarbeiten am Trinkwassernetz und die Trinkwasserschutzzonen. Zudem kontrollieren Sie Haustechnikanlagen. In Notfällen ist der Brunnenmeister die erste Ansprechperson.
Ausbildung: Wassernaher Beruf, z.B. Sanitärinstallateur und Zweitausbildung Brunnenmeister mit eidg. Fachausweis.

Ingenieur/in

In der Wasserversorgungsbranche arbeiten insbesondere Umweltingenieure für die Sicherstellung des Trinkwassers. Ihre Aufgaben bestehen darin, notwendige Infrastrukturbauten der Wasserversorgung zu planen, zu realisieren und zu betreiben. Oft beraten Ingenieurbüros die kommunalen Wasserversorger in der Planung, Projektierung, im Bau, Betrieb und Unterhalt der Wasserversorgung.
Ausbildung: Universitärer- oder Fachhochschulabschluss Umweltingenieur/in.

Chemiker/in und Biologe/innen

In der Wasserversorgungsbranche werden Chemiker/Innen und Biologen/Innen in grösseren Versorgungsbetrieben und kantonalen Laboratorien eingesetzt. Sie sind zuständig für die Qualitätsüber- wachung und/oder -kontrolle des Trinkwassers. Sie leiten komplexe Untersuchungen des Trinkwassers, interpretieren die Resultate und leiten gegebenenfalls Massnahmen ein.
Ausbildung: Universitärer- oder Fachhochschulabschluss in Chemie oder (Mikro-)Biologie.

Laborant/in

In der Wasserversorgungsbranche werden Laboranten und Laborantinnen in grösseren Versorgungsbetrieben und kantonalen Laboratorien eingesetzt. Sie führen einfachere Untersuchungen
des Trinkwassers selbstständig durch. Laboranten der Fachrichtung Biologie untersuchen Wasserproben auf die mikrobiologische Qualität. Laboranten der Fachrichtung Chemie untersuchen das Trinkwasser auf chemische Substanzen.
Ausbildung: Berufslehre 3 Jahre

Teamleiter/in Gas- und Wasser

Teamleiter üben in einer Versorgung eine untere bis mittlere Kaderposition aus. Auf dieser Stufe ist es wichtig, dass die Führungskräfte nicht nur ihr eigenes Aufgabengebiet beherrschen, sondern auch die Ziele und Prozessabläufe ihres Unternehmens kennen und das fachliche Wissen vernetzt anwenden können. Darüber hinaus müssen sie fähig sein, die ihnen unterstellten Mitarbeitenden situationsgerecht zu führen und eine angemessene Kommunikation zu pflegen.

Trinkwasserinspektor/in

Trinkwasserinspektoren überwachen die Qualitätssicherung der Wasserversorger. Mit Inspektionen überprüfen und beurteilen sie Anlagen, Arbeitsabläufe, Notwasserkonzepte und das Qualitätsmanagementsystem. Zudem beproben sie Trinkwasser und beurteilen es anhand von chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Kriterien.
Ausbildung: Naturwissenschaftlicher oder technischer Hochschulabschluss. Zusatzausbildung in der Wassergewinnung, -aufbereitung und im Qualitätsmanagement.

Rohrnetzmonteur/in

Rohrnetzmonteure sind Fachleute für das Erstellen und Betreiben des weitläufigen, unterirdischen Leitungsnetzes für die Wasser- (sowie Gas-)versorgung. Bei Betriebsstörungen leiten sie geeignete Massnahmen ein. Anhand von genauen Plänen verlegen Rohrnetzmonteure neue Leitungen und Hydranten.
Ausbildung: Der eidgenössische Fachausweis «Rohrnetzmonteur» kann in einer Zweitausbildung erworben werden.

Fachperson Grundwasserschutz

Die Fachperson Grundwasserschutz sorgt dafür, dass das Grundwasser vor Beeinträchtigungen geschützt wird und damit Trinkwasser auch künftig ohne aufwändige Aufbereitung und in ausreichender Menge genutzt werden kann. Konkret werden Projekte aus Sicht des Grundwasserschutzes beurteilt und Lösungen gesucht.
Ausbildung: Naturwissenschaftliches Studium (Umwelt- oder Erdwissen- schaften).
Weiterbildung im Bereich Grundwasserschutz, -erkundung und -nutzung.

Gebäudetechnikplaner/-in Sanitär

Gebäudetechnikplaner sorgen für Komfort und Hygiene, indem sie sanitäre Installationen planen und berechnen. Sie arbeiten häufig am Computer, sind aber auch oft zusammen mit Bauherren, Architekten und Ingenieuren auf der Baustelle anzutreffen. Mit dem Einsatz modernster Technologien (z.B. Sonnenkollektor-Systeme oder Wärmerückgewinnung) leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen.
Ausbildung: Vier Jahre Lehrzeit in einem Betrieb der Sanitärbranche oder einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik. Ein Tag pro Woche an der Berufsschule, ergänzt durch Blockkurse sowie ein Praktikum in der Werkstatt und auf der Baustelle.

Sanitärinstallateur/-in

Sanitärinstallateure weisen dem nassen Element den Weg: Sie verlegen Wasser-, Abwasser-, Gas- und Druckleitungen. Sie montieren Armaturen, Bade- und Duschwannen, Waschbecken und vieles mehr. Sie gestalten moderne Bäder – ja ganze Wohlfühl-Oasen. Dank Sanitärinstallateuren können wir unbeschwert das Leben geniessen. Mit ihren Installationen und mit den Unterhalts- und Reparaturarbeiten sorgen sie dafür, dass das Wasser jederzeit fliesst.
Ausbildung: Drei Jahre Lehrzeit in einem ausführenden Betrieb der Sanitärbranche. Ein Tag pro Woche an der Berufsschule, ergänzt durch überbetriebliche Kurse.

Gemeinderat/Gemeinderätin

In der Regel trägt ein Mitglied des Gemeinderates die Verantwortung für die Sicherstellung der einwandfreien Wasserversorgung. Die Gemeinde ist verpflichtet die Wasserversorgung in einem «generellen Wasserversorgungsprojekt» zu planen, entsprechend auszubauen und gemäss geltender Lebensmittel- und Gewässerschutzgesetzgebung sowie weiterer Gesetze umzusetzen.
Ausbildung: Empfohlen: Wasserversorgung für politische Entscheidungsträger (SVGW) oder Basiswissen Wasserversorgung (SVGW)

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